Video-Impuls · 1:24 min

Die Qualität der Fragen

Die Qualität unseres Lebens hängt an der Qualität unserer Fragen.

Patric P. Kutscher

Manchmal ist es eine einzige Frage, die jahrelange Unsichtbarkeit auflöst. Vorausgesetzt, jemand stellt sie überhaupt.

Patric P. Kutscher erzählt von einem Moment im Vorzimmer eines Vorstandsvorsitzenden. Vier Sekretärinnen, eine Frage: Sitzen Sie eigentlich alle an dem Platz, an dem Sie gerne sitzen möchten? Die Antwort verändert die nächsten Jahre für vier Menschen.

Der Kerngedanke: Die Qualität unseres Lebens wird bestimmt durch die Qualität der Fragen, die wir uns und anderen stellen. Manchmal reicht eine.

Häufige Fragen

Was Sie sonst noch wissen wollen

Was ist eine gute Frage?

Eine gute Frage ist offen formuliert, frei von Wertung, am Gegenüber interessiert und gibt Raum für eine ehrliche Antwort. Sie zielt nicht auf die erwartete Antwort, sondern auf neue Information.

Welche Fragen sollte eine Führungskraft stellen?

„Was brauchen Sie, um Ihre Arbeit gut zu machen?“ „Was würden Sie ändern, wenn Sie könnten?“ „Wo erleben Sie Reibung?“ Drei Fragen, die mehr Wertschätzung und Wirkung haben als jeder Bonus.

Wie übe ich, gute Fragen zu stellen?

In jedem Gespräch eine Frage mehr stellen als sonst. Und vor allem: lange genug warten, bis die wirklich ehrliche Antwort kommt. Stille ist dabei ein Werkzeug.

Warum sind kleine Fragen so wirkungsvoll?

Weil sie zeigen: Ich sehe dich. Eine einzige aufrichtige Frage kann Jahre ungestellter Wahrnehmung kompensieren, wie die Geschichte der vier Sekretärinnen zeigt.

Vollständiges Transkript

Es war im Vorzimmer eines Vorstandsvorsitzenden. Dort saßen vier Sekretärinnen. Und weil ich einen Moment warten musste, kam ich auf eine Frage. Die Qualität unseres Lebens wird bestimmt durch die Qualität der Fragen, die wir uns stellen und die wir anderen stellen. Und ich stellte meine Frage an die vier Sekretärinnen. Die da lautete, sagen sie mal, sitzen sie alle an dem Platz, an dem sie gerne sitzen möchten. Die erste schaute mich ganz verdutzt an. Die zweite dann auch. Und ich wiederholte und sagte, ja, ich meine die Frage ernst. Würden sie gerne irgendwo anders sitzen oder sind die Plätze okay für sie? Erstaunlicherweise hätte man alle vier umsetzen können und alle vier hätten ihren Lieblingsplatz gehabt. Aber erstens hat es noch niemand bemerkt und zweitens hatten die vier noch nie darüber gesprochen. Ich holte mir dann vom Vorstandsvorsitzenden das Okay und die vier durften sich umsetzen und waren jetzt an ihrem Lieblingsplatz und die Moral von der Geschichte. Finden sie heraus, was dem anderen wichtig ist? Manchmal kann man mit wenig Aufwand große Wertschätzung schenken.

Aus dem Impuls wird die Übung

Geschichten öffnen den Kopf. Das eigentliche Training beginnt im persönlichen Coaching oder Seminar.

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